Ärger in Misogynistan

Von wegen keine Inhalte. Betrachtet man bei der #btw2021 die einseitig locker aus dem Ärmel geschüttelte Bigotterie, wenn es um Fragen der biographischen Akkuratesse und die Ansprüche an Ehre und Qualifikation der Bewerber*innen geht, bleibt unterm Strich eigentlich nur ein Schluss: Ein bestimmender Inhalt der Konservativen ist ganz offensichtlich blanker Frauenhass.
Ein Kanzlerin gestellt zu haben hat die Union fast zerissen. Mehr als einmal war sie bereit in letztlich gescheiterten Palastrevolutionen die eigene Kanzlerschaft zu riskieren. Man denke nur an die Ultimaten Seehofers und die verbalen Totalausfälle in der Werte-Union. Dass diese Kanzlerin trotz des chronischen Dräuens der Apokalyptiker Deutschland im weltvergleich nicht nur ganz passabel durch die Läufte der globalen Wirrungen führte, sondern bei allen anerkannten Problemen gar an der Weltspitze hielt, ist auch nicht eben geeignet die kalte Wut des sich in seiner Vorherrschaft bedroht sehenden Patriarchats zu lindern. Und dann kommt der politische Gegner ausgerechnet mit einer Kandidatin(sic!) um die Ecke. Klar rast da die sich offenbar existenziell bedroht sehende Männlichkeit schäumend mit der Güllepumpe jauchend über die Kommunikationshighways. Besonnene Reife, welche man für gewöhnlich an der mit Größe einhergehenden Souveränität erkennt, sieht indes anders aus. Zukunft übrigens auch.

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