Man fragt sich, warum, wenn es nur Einzelfälle sind, die Summe der Polizei nicht nach Studien und externen Untersuchungen ruft, um sich von diesen zu befreien? Denn das hier passiert eben, wenn Institutionen sich nicht extern prüfen lassen müssen: man deckt sein Versagen wo es passiert, da man natürlich gut und der Selbstkontrolle fähig und willens dastehen möchte, was stets das Versagen begünstigt und die Abhilfe erschwert. Dies begünstigt eine alles bestimmende Selbstlüge, die wiederum zum Programm wird: Man sei gut, weil man der Gute sei. Nein man wird gut, weil man sich beständig fordert, prüft und stellt, ansonsten reagiert man schon bei sachter Kritik hysterisch. Fühlt sich nicht wahrgenommen. Legt lieber die allzu offensichtliche und wehleidige Opferplatte auf als wirksame Strukturen zu etablieren, damit soetwas nicht passiert. Danke Seehofer, Danke dafür diesen Korpsungeist zu schützen und die Aufklärung zu verhindern. Niemand will eine demokratische Polizei auf Augenhöhe mit dem Anspruch die ersten und besten zu sein, wenn es um Erfüllung der bürgerlich demokratischen Werte geht. Nein, will hier wirklich keiner, als lebendige Demokratie wollen wir natürlich eine unantastbare Kaste bewaffneter Hooligans in Uniform. Man darf sich nicht wundern, wenn die Polizei bei aller guten Arbeit gerade für einen Übergriffsskandal nach dem anderen durchs mediale Dorf gejagt wird. Was im übrigen ebenfalls den Korpsungeist verfestigt, da sich die Polizei noch mehr in der verständnisheischenden Opferrolle des „wir opfern uns für euch und wo gehobelt wird fallen eben auch mal Späne“ verrennt. Kleine Demokratie-Aufklärung: Kontrolle und Kritik sind keine Gefahren in einer gelebten Demokratie, sondern deren Garant, das gilt auch für die Polizei. https://www1.wdr.de/nachrichten/polizei-gewalt-duesseldorf-daenemark-100.html

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