Himmel! Das wird ja immer schlimmer mit dem Spitzenkandidaten der CDU. Im Affekt der Entäuschung einen überzogenen Frust-Tweet raushauen..geschenkt. Aber auch Tage danach noch bass empört in jedes Mikrofon zu beklagen, es gäbe Kräfte, die gegen einen stünden-echt jetzt!? Kann bitte jemand dem Herrn Merz mal den Unterschied zwischen Wahl-Kampf in der Partei und Wahl-Menue im Gourmet-Tempel sowie COVID und was es so mit festen langfristigen Planungen so macht erklären? Wie stellt sich der Mann das eigentlich so vor, wenn er Kanzler ist? Ist der Lächelphobiker nur für fest eingeplantes Schönwetter gebucht, oder kann der auch souveränes Standing, wenn es mal etwas auffrischen sollte?

Weiß er, dass Politik die Kunst der Verhandlung und nicht die Freude des Diktates ist? Ist ihm klar, dass als höchste Ziel allen politischen Strebens der Kompromiss steht, also der möglichst ausgewogene Interessensausgleich und nicht nicht der pubertäre Wunschkrampf, also das Festhalten an einmal gefassten und danach als unverhandelbar begriffenen Zielvorgaben? Versteht er, dass hinter jeder Biegung des Lebens eine Überraschung wartet und dass das insbesondere für politische Führungskräfte gilt, deren Expertise sich also danach bemisst, wie geschickt und resilient sie Land und Leute durch das unwägbare Minenfeld der großen und kleinen Komplexitäten navigieren? Hat er in der Stellenbeschreibung den langen Absatz gelesen, der sich mit der Anforderung fröhlich ein dickes Fell mitzubringen, einstecken zu können, und nebenbei einen irren Flohzirkus aus notorisch illoyalen Länderschefs zu ertragen befasst? Hat er verstanden, dass ein Menschenlenker die Menschen im wesentlichen nicht dadurch lenkt, dass er ihnen Anweisungen erteilt, sondern indem er ihnen die notwendige Hoffnung und Zuversicht vermittelt mit eben jener Veränderung klar zu kommen, die das Leben nunmal so unberechenbar prägt!?

Bis hierhin kann er nachweislich lediglich Lebens- und Alltagsferne (die beiden allerdings zugegebenermaßen beeindruckend fließend). Des weiteren beherrscht er auf Wettkampfniveau ichfixiert und öffentlich stinkbeleidigt nachtragend. Dabei ist er als einer der die Welt nur aus den entrückten Eremitagen der gefühlten Wichtigkeit kennt im Bezug auf Normalmenschenbelange in etwa so empathisch wie ein Gerichtsvollzieher der seine Erfüllung, tiefes Glück und Befriedigung bei seiner Arbeit empfindet. Und falls er keinen schlimmen Unfall als Entschuldigung hat, scheint er passenderweise Lächeln als eine zu unterdrückende Entgleisung zu begreifen und erfolgreich zu kaschieren, was ihn bei aller nachgesagten und dabei kaum belegten Expertise in etwa so sympathisch macht, wie es ein im Rücken steckender Eispickel nicht ist.

Nein, man muss kein Hellseher sein: Merz als Kanzler der Schmerzen – das könnte in jeder Hinsicht für alle Beteiligten ziemlich Eiter werden.

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