Stammbaumforschung ist jetzt aus begriffshygienischen Gründen also Migrationshintergrundermittlung. Wird irgendwie nicht besser. Meine Frau, etwas biokartoffeligeres muss man lange suchen, hätte also den Vermerk Migrationshintergrund. Aber man würde nie danach suchen, weil meine Frau so biodeutsch aussieht, wie man eben mit zwei kaukasischen Elternteilen aussehen kann und eben nicht oliv, dunkel, braun oder anderweitig nicht helldeutsch. Um sich dann herauszureden, schreibt die Polizei in einem Tweet, dass man das auch bei „deutschen“, meinend bei Deutschen deren Vorfahren möglicherweise unkartoffelig waren tun würde und nicht nur bei nichtdeutschen Tatverdächtigen. Aber was genau soll das etwaig kartoffelig/unkartoffelige der Eltern auch beleuchten? Ich frage da für ein Volk von Deutschen ohne schwäbische Tüddelchen, die sich bis heute verbitten auch nur irgendwas mit ihren Eltern vor 45 zu tun zu haben haben zu sollen. Nun, es gibt ein mediales Gesetz: wenn man sich in den Stambaumsumpf begibt wird man mit jeder Bewegung tiefer reingezogen. Auch in Stuttgart. 

Und meine Stifte meinen, eine Polizei, die „deutsche“ in Anführungszeichen schreibt, um klar zu machen, dass für sie ein Unterschied zwischen Deutschen und „Deutschen“ besteht, muss im Rechtssinne folgerichtig „Polizei“ geschrieben werden.

Und das alles just nachdem der Innenminister das Dogma von einer Polizei in der es keinen strukturellen Rassismus geben könne, weil dieser ja verboten sei verkündete. 

Was ist struktureller Rassismus? Das ist struktureller Rassismus. 

https://www.zeit.de/…/polizei-stuttgart-struktureller-rassi…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.