Provinzbürgermeister haben es zugegeben schwer, es ins überregionale Fernsehprogramm zu schaffen. Palmers Medien-Rezept: schwäbische Spaltpilzsuppe. Er will also weiter die Gesellschaft in Risikogruppen zerlegen, ungeachtet aller sozialen, politischen und gesundheitlichen Implikationen, die solches Tun zweifelsohne für eine Solidargemeinschaft haben wird. Denn was anderes ist Palmers vermeintlich ach so kluger Vorschlag, denn eine Trennung der Gesellschaft in solche die sich bewegen dürfen und solche, die es nicht dürfen. Für das Glück der Ichs, will er die Pflicht des Wir opfern. Damit löst er den einzigen Kleber, der eine in sich immer vielfältige Gesellschaft zusammenhält. Denn was für Corona gilt, kann man dann ja auch auf alle anderen Lebenslagen umsetzen. Minderheitenschutz? Stört, sperrt halt die Minderheit weg! Palmers Gedanken sind nicht mehr die üblichen Irrläufer eines notorischen schwäbischen Provinzgrantlers, die als Lokalcolorit interessant, pittoresk oder befremdlich, aber eben weil lokal auch nicht weiter von Belang für das Große und Ganze. Aber die große Bühne machen sie zu einer Gefahr, weil mit der Reichweite eben auch Bedeutung und im Sinne des Wortes Tragweite kommen. Meine Stifte meinen daher, zumindest er wäre Teil einer Risikogruppe – nämlich der Risikogruppe der Politiker, die eine Gesellschaft in einer Krise lieber lustvoll spalten als diese konstruktiv zu einen, ihr Halt und Richtung geben.

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