Wenig Staat, viel Markt und markige Sprüche sind Merz‘ Spezialdragées.

Forderte #Merz nicht erst vor wenigen Monaten, dass es für Bürger eine gar gesetzliche Pflicht (sic!) geben müsse die Alterssicherung primär über Aktien zu decken. Im Klartext: Rente ist keine staatliche Aufgabe und das Marktrisiko ist auf alle umzulegen. 

Dabei brauchen wir eigentlich verlässliche Brandmauern zwischen Markt und Zivilgesellschaft. Das zeigt jeder Crash seit dem ersten gut dokumentierten Zusammenbruch, dem Tulpendesaster 1637. Diese Börsengeschäfte sind dabei für die Märkte gut und richtig, aber Börsengeschäfte sind und bleiben nunmal Wetten, und nur weil sie in Summe über einen gewissen Zeitraum positiv ausfallen werden es – im Gegensatz zu Aussagen von Profis und Berufsspekulanten wie Merz, keine sicheren Geschäfte. „Sicher“ ist aber das eine, wesensbestimmende Kriterium für alle Rentenüberlegungen. 

Arme Rentner und Pensionäre hingegen sind ein Brandsatz für jede Zivilgesellschaft. Die Aussicht später zu ihnen zu gehören, oder die Ausweglosigkeit, wenn man erstmal drinsteckt, erschwert die gesamtgesellschaftliche Handlungsfähigkeit und schon die Sorge davor trägt erheblich zur Radikalisierung von Wählergruppen bei. 

Wir lernen Rente ist Infrastruktur und gehört nolens volens zu den staatlichen Hoheiten, wenn, ja wenn man einen stabilen Staat möchte. 

Meine Stifte meinen Merz‘ Kanzlerkandidatur müssten eigentlich gerade #Corona und der Markt geregelt haben.

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