Kaum machen meine Stifte einen Cartoon zu Sigmar Gabriel rennt die Mailbox brennend übern Flur. Der Man hat augenscheinlich eine vertibable Fanbase, das muss man ihm zugestehen.

Die Kritikpunkte im einzelnen:

– Es sei sein gutes Recht, er wäre nun ein freier (sic!) Mann
( Die SPD als Gefängnis )
– Er habe mehr für das Land geleistet, als jeder andere
( Der Mythos Leistungsträger als Begründung der Lohnschere )
– Die Deutsche Bank sei eine der letzten wirklich wichtigen Institutionen Deutschlands und gehöre in gute Hände
( Das Missverständnis des Wortes Deutsche im Firmennamen )
– Ohne das Kapital gäbe es keinen Sozialismus.
( Tautologen aller Länder vereinigt euch )
– Es sei nicht politisch korrekt Sigmar Gabriel füllig zu zeichnen.
( Wie?! Er verdunkelt die Sonne, was nicht nur an seiner historischen Größe liegt )
– Ich hätte kein Recht Cartoons anzufertigen
( Öhm, doch )
– Gabriel zu kritisieren, wenn man selbst nie SPD Chef war sei ilegitim. Man solle erstmal was leisten. 
( Die übliche Rückhand der argumentativen Insuffizienz)

Plus die üblichen Ratschläge:

– Ich solle erstmal zeichnen lernen
– Ich solle meine Ausscheidungen essen
– Man wisse, wo ich wohne
– Man werde die strafrechtliche Verfolgbarkeit meiner Beleidigungen prüfen und mich zur Rechenschaft ziehen.

Ich fass das mal so zusammen: Für einen Siggi bekommen meine Stifte soviel Fanpost wie nicht mal anähernd für alle Weidels, Gaulands, Höckes und sonstigen AfD Wutbürgers zusammen. 

Lessons learned: Wutsozen schlagen Wütbürger – leg Dich nie mit von sich selbst tief frustrierten Idealisten an. 

Ok, ich und meine Stifte entschuldigen sich in aller Form und verleihen der offensichtlich notwendigen Seligsprechung Gabriels den gebührenden Ausdruck.

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