Mobilitätswenderäumung

Aus der Reihe: Erkenne ein Lippenbekenntnis. Heute: Der Mensch steht im Mittelpunkt des Interesses von Politik und Gesellschaft. Nun stünde tatsächlich der Mensch und nicht das Auto im Mittelpunkt, wären Fuß-,Schul- und Radwege kommunal zuerst geräumt und nicht gewohnheitsmäßig Schneeablagefläche. Es schon bezeichnend, dass die Räumung der Fußwege eine private Aufgabe und Verantwortung ist, also nur sporadisch und wechselhaft erfolgt, wohingegen die flächendeckende Freihaltung der Autoflächen eine kommunale Leistung darstellt. Und dass dabei, getreu der Logik irgendwo müsse der der Schnee ja hin, man Rad- und Fußwege zuschiebt und Straßenüberquerungen zur Schmutzschneedühnenexpedition aufwertet, zeigt im Nachweis des alltagspraktischen und jährlich aufs neue vollzogenem Feldversuch, wer Sieger und wer Verlierer der automobilen Gesellschaft ist.

1 thought on “Mobilitätswenderäumung

  1. Vielleicht ist es auch einfach nur dieser — wie Weihnachten — immer mal wieder „überraschend“ erscheinende gefrorene Niederschlag? Und wegen der Überraschung hat man im Flachland vorher kein passendes Gerät angeschafft? Dort wo der Schnee absehbar reichlich hernieder kommt, fährt man ihn halt einfach ab, da passendes Equipment vorhanden ist, z.B. in Montreal: https://youtu.be/zEScCjkvCt4?t=120

    Die Bahn (die Älteren erinnern´ sich „Alle reden vom Wetter …“ https://www.youtube.com/watch?v=mGhJW5TvIuQ)

    Na ja, „der Mensch“ steht schon im Mittelpunkt, zumindest bestimmte Gruppen. Halt Autofahrer, Autohersteller (vor allem die mit Abgasreglern), Bauern, ÖPNV, …

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